Hinweise zur Anpassung von Hörgeräten



Wenn Sie merken oder wenn Ihre Mitmenschen es Ihnen sagen, dass Sie nicht mehr alles genau verstehen, lohnt es sich, bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt abklären zu lassen, ob durch eine Erkältung die Gehörgänge geschwollen sind, ob das Trommelfell durch einen Ohrschmalzpfropfen nicht mehr schwingen kann, ob die Hörknöchelchen im Mittelohr nicht mehr beweglich oder ob die Haarzellen im Innenohr geschädigt sind.

Ihr Arzt wird Ihnen medizinisch helfen oder, wenn es nicht möglich ist, mit Ihnen über eine rechtzeitige Versorgung mit Hörgeräten sprechen. Das ist heute weder ein technisches noch ein kosmetisches Problem. Auch die Sorge, sich durch das Tragen von Hörhilfen als "schwerhörig" auszuweisen, ist unbegründet. Hörgeräte fallen weniger auf als Nichtverstehen, falsche Reaktionen und Zurückziehen aus dem Freundeskreis.

Wenn der HNO-Arzt den versorgungsbedürftigen Hörverlust festgestellt hat, wird er Ihnen Hörgeräte verordnen.
Da uns zwei Ohren zum räumlichen Hören gegeben sind, sollten bei Verlust auf beiden Ohren auch beide versorgt werden. Mit der Verordnung gehen Sie zum Hörgeräteakustiker. Dort wird man wieder eine Hörprüfung und einen Sprachverständlichkeitstest machen und Sie dann Hörgeräte testen lassen, die Ihrem Hörverlust entsprechen.

Sie sollten sich erst dann für ein Modell entscheiden, wenn Sie es in Ihrer normalen Umgebung und unter verschiedenen Lebensumständen (z.B. beim Autofahren, im Straßenverkehr, bei Veranstaltungen) eine Zeit lang, möglichst zwei bis drei Wochen, ausprobiert und das für Sie im Ton und in der Handhabung angenehmste Hörgerät gefunden haben. Wenn Sie schon länger ein reduziertes Hören hatten, werden Sie zunächst überrascht und erschrocken über die plötzliche Lautstärke und die Vielfalt der Töne sein. Gewöhnen Sie sich langsam an das veränderte Hören, es dauert einige Zeit, bis Sie es so akzeptieren wie früher Ihr gesundes Gehör.

Die Ausstattung der Hörgeräte sollte so sein, dass Sie zusätzliche Hilfsmittel nutzen können. Sie müssen sowohl eine T-Spule zum induktiven Hören am Telefon, in Kirchen und anderen öffentlichen Begegnungsstätten haben, als auch einen Audioeingang für den möglichen Anschluss von Hilfsmitteln (z.B. im Beruf), auch wenn Sie sich auf jeden Fall über alle Möglichkeiten sowie über die Handhabung und Pflege der Geräte gründlich informieren. Hörgeräte sind nicht billig, es sind kleine elektronische Wunderwerke. Da die Krankenkassen nur einen Festbetrag dazugeben, lassen Sie sich sowohl preisgünstige als auch neu entwickelte, viel kostspieligere Geräte zum Ausprobieren geben.

Nicht immer das neueste Hörgerät ist das Beste, sondern das, mit dem Sie am besten hören und verstehen können.

Noch mehr darüber erfahren Sie in einem Kreis Gleichbetroffener im Landesverband der Hörgeschädigten e.V. und seinen örtlichen Vereinen.




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