Allgemeine Informationen über CI - Technik


Das Cochlea-Implantat (englisch cochlear implant, CI) ist eine spezielle Prothese zum Hören für Gehörlose, deren Hörnerv noch intakt ist. Das Cochlea-Implantat ist eigentlich eine Verbundeinheit und besteht aus einem externen Teil (dem Mikrofon, Sprachprozessor, Batterie oder Akku und Sendespule) und dem implantierten Teil im Kopf (der Empfängerspule, dem Signalprozessor mit Stimulator und den Elektroden für die Stimulation).

Die Elektroden werden in die Hörschnecke (Cochlea) eingeführt. Die Empfangsspule wird hinter dem Ohr unter der Haut platziert. Die Sendespule des Prozessors haftet mit Hilfe der Magneten auf der Kopfhaut über der Empfangsspule des Implantats. Die Spannungsversorgung des Implantats erfolgt durch die Kopfhaut mittels elektromagnetischer Induktion. Die Signalübertragung erfolgt mit Hochfrequenzwellen. Manchmal wird nur das Implantat als CI, die komplette Anlage als CI-System bezeichnet.

Pionierarbeit zur Entwicklung dieses Gerätekonzepts leisteten ab den 1960er Jahren William F. House in den USA, Graeme Clark in Australien und das Ehepaar Ingeborg und Erwin Hochmair in Österreich. House befasste sich dabei mit einer einkanaligen Übertragung, während Clark und das Ehepaar Hochmair mit einem mehrkanaligen Übertragungskonzept letztlich erfolgreicher in der Anwendung und Vermarktung waren.

Bei vielen Menschen ist der Hörverlust auf eine Schädigung der Haarzellen im Innenohr (Cochlea) zurückzuführen. Das Cochlea-Implantat ermöglicht die Übertragung der Audiosignale an die Hörnerven und ermöglicht so das Hören. Daher können Cochlea-Implantate folgenden Personen helfen:
  • die unter einem mittelgradigen Hörverlust bis zur völligen Taubheit auf beiden Ohren leiden
  • denen konventionelle Hörgeräte nur eine geringe oder überhaupt keine Verbesserung bringen
  • bei denen im Rahmen von Satztests auf dem zu implantierenden Ohr ein auditives Sprachverstehen von maximal 50 % diagnostiziert wurde
  • bei denen im Rahmen von Satztests auf dem nicht implantierten Ohr oder auf beiden Ohren mit Hörgerät ein auditives Sprachverstehen von maximal 60 % diagnostiziert wurde

Viele Personen tragen in beiden Ohren ein Cochlea-Implantat (beidohrige Versorgung). Das Hören mit beiden Ohren kann die Fähigkeit zum Erkennen der Richtung von Geräuschen verbessern, und das Trennen erwünschter von unerwünschten Geräuschen erleichtern.
Die Vorteile der Versorgung mit einem Cochlea-Implantat sind individuell unterschiedlich. Diese Unterschiede sind häufig auf die nachfolgenden Kriterien zurückzuführen:
  • die Dauer des Hörverlusts vor der Versorgung mit einem Cochlea-Implantat
  • die Schwere des Hörverlusts
  • den Zustand der Cochlea des Innenohrs
  • die tägliche Einsatzdauer des Cochlea-Implantatsystems im Alltag
  • andere medizinische Bedingungen









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