Aktuelle Informationen des Ortsvereins Eisenach




Der aktuelle Rundbriefe 42 ist online ! - veröffentlicht: 03.04.2018

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Antrag für Sinnesbehindertengeld ist online - veröffentlicht: 23.03.2018

Seit heute gibt es den aktuellen Antrag auf das Sinnesbehindertengeld. Gehörlose mit dem Merkzeichen "Gl" haben von nun an 3 Monate Zeit, dieses Sinnesbehindertengeld rückwirkend zum 01. Juli 2017 geltend zu machen.
Voraussetzung ist allerdings ein gültiger Feststellungsbescheid gemäß § 152 Abs. 1 SGB IX

            Link zu www.thueringen.de / Sinnesbehindertenseite

            der Antrag von unserer Webseite direkt



Der aktuelle Rundbriefe 40 ist online ! - veröffentlicht: 02.10.2017

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   Technik Workshop im Landhotel Rothenberg - veröffentlicht: 01.08.2017

Uta Lapp und Herbert Hirschfelder vom Eisenacher Schwerhörigenverein nahmen auch an diesem Technik-Workshop teil. Es waren für alle Teilnehmer aufschlußreiche und wichtige Infos, die es nu n gilt, im heimischen Verein an die Menge zu bringen ...

Die Bilder dazu findet Ihr auf der Galerieseite des Landesverbandes, hier ist der Text von Uta Lapp eingefügt ...
Hier isser ...



Der aktuelle Rundbriefe 39 ist online ! - veröffentlicht: 10.06.2017

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Der Veranstaltungsplan für 2017 ist online ! - veröffentlicht: 05.01.2017

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Bilder zum Musikprojekt und der Zeitungsartikel sind online ! - veröffentlicht: 04.12.2016

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Der Presseartikel befindet sich unter "Presseschau des Ortsvereins"



Bilder zum Musikprojekt und von der Bundestagsfahrt sind online ! - veröffentlicht: 17.10.2016

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Musikprojekt "Musik erleben" - veröffentlicht: 19.09.2016

Wann:
Samstag, den 24. September 2016, 10:00 - 13:00 Uhr;
weitere Termine stehen im Eisenacher Veranstaltungsplan

Wo:
Eisenach, Rot-Kreuz-Weg 1 (Haus des DRK-Kreisverbandes)

Nähere Infos:
Am 24. September startet das Inklusionsprojekt „Musik erleben“. Der Schwerhörigenverein Eisenach e.V. hat den Eisenacher Musiker und Pädagogen Alexander Blume für eine vierteilige Workshop-Reihe gewinnen können. Das Projekt wurde von Alexander Blume entwickelt und bereits mehrfach im In- und Ausland durchgeführt.

Anmeldung erbeten über: uta.lapp@gmx.de und musikschule.blume@gmx.de (Tel: 0 36 91 / 21 34 16)

Ein Klick auf das Bild bringt Euch
weitere Infos als PDF zum Download.




Die aktuellen Rundbriefe 35 + 36 sind online ! - veröffentlicht: 18.09.2016

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Induktives Hören in der Eisenacher Georgenkirche - veröffentlicht: 04.09.2016

Beim Besuch der CI-Selbsthilfegruppe Thüringen in Eisenach mit Stadtführung war eine Besichtigung der Georgenkirche nicht möglich, weil dort gerade Aufnahmen fürs Fernsehen gedreht wurden. Es kam aber das Gespräch darauf, dass dort eine Induktionsanlage installiert worden sei - von der die Teilnehmer des SV Eisenach aber nichts wussten. Angeblich sollten die vorderen Reihen damit ausgestattet sein.

Kurz danach wollten Uta und ich die Besichtigung nachholen. Die fiel aus, weil gerade eine andere Veranstaltung in der Kirche war und wir nicht stören wollten. Im Vorraum entdeckten wir aber ein Hinweisschild, das auf eine Induktionsanlage in der Kirche hinwies. Die Information, in welchem Bereich der Kirche sie funktionieren sollte, konnte man aber nicht finden. Bei späterer Gelegenheit fragten wir die diensthabende Dame in der Kirche, ob sie näheres wüsste? "Nein."

Ich schrieb daraufhin im Juni der Kirchengemeinde eine Mail, in der stand: "Ich bin hochgradig schwerhörig, daher habe ich mit Interesse ein Hinweisschild im Vorraum der Georgenkirche gesehen, dass es in der Kirche eine Induktive Höranlage gibt. Leider konnte ich dem Schild nicht entnehmen, ob die Anlage den ganzen Innenraum der Kirche abdeckt, oder nur einen Teil. Bitte informieren Sie mich."

Pfarrer Köhler antwortete daraufhin: "Leider haben Sie Recht mit Ihrem kritischen Hinweis. Wir haben die Schleife mit einbauen lassen, es aber versäumt, sofort entsprechende Informationstafeln anzubringen. Im Moment prüfen wir nochmal, welchen Teil der Kirche die Anlage abdeckt."

Nun, dachte ich, die Prüfung wird wohl nicht lange dauern - falsch gedacht. Als nächstes bekam ich eine Mail von dem Ingenieur, der für die Installation der Anlage verantwortlich zeichnete. Der gab aber erst mal nicht die gewünschte Information, sondern mailte: "Wegen der Schwerhörigenanlage bitte ich Sie mir Ihre Telefon Nr mitzuteilen. Ich habe die Anlage vor 1,5 Jahren in Betrieb genommen diese ging sehr gut. Ich würde Sie dann anrufen." Nun ist Telefonieren aber nicht gerade meine Stärke, daher schrieb ich zurück, dass hier offenbar ein Missverständnis vorlag - meine Anfrage war doch nicht, ob, sondern wo die Anlage in der Kirche funktioniert. Der entsprechend informierte Ingenieur schien mir etwas daneben zu liegen, denn seine nächste Mail lautete: "Die Anlage geht in der Kirche im Hinteren Teil meines Wissens nur. Sie können mir gerne Ihren Akustiker mitteilen, damit ich mich erkundigen kann, ob in Ihrem Gerät auch eine T-Spule enthalten ist, also für Induktion freigegeben?"

Ich erläuterte dem Herrn Ingenieur nun, dass ich langjährige Erfahrung mit Schwerhörigkeit und Hörhilfen hatte und durchaus wüsste, dass bei mir Hörgerät und CI mit einer aktivierten und funktionierenden Induktionsspule ausgestattet sind. Ich fragte nach genauerer Ortsangabe, denn der hintere Teil der Kirche schien mir doch etwas vage (rechts oder links oder beides? Wieviele Bankreihen von hinten gezählt?). Die Antwort war, "Bitte haben Sie Verständnis das ich die einzelnen Bank Reihen von hier auch nicht mehr genau weiß. Wenn Sie in die Kirche vom Haupteingang würde ich jetzt schauen auf der Rechten Bank Reihe mich außen In den letzten 3/4 Reihen setzen und testen".

Merkwürdig, auch wenn das Ingenieurbüro nicht gerade um die Ecke von Eisenach liegt, dann hätte ich doch erwartet, dass den Planungsunterlagen entsprechendes zu entnehmen ist. Noch merkwürdiger war, dass er nachfragte: "noch eine Frage an Sie, haben Sie dass Gefühl die Schleife funktioniert gar nicht oder zu leise bzw verrauscht? wo haben Sie gesessen?" Vollends nichts mit der Sache zu tun schien mir seine Zusatzfrage "Wie hoch ist Ihre Schwerhörigkeit etwa in %?" Wie bitte?

Mit keinem Ton hatte ich gesagt bzw. geschrieben, dass ich die Anlage getestet hätte - nicht sinnvoll wenn man nicht weiß, wo getestet werden soll ... und schwerhörig bleibt schwerhörig, egal wieviel Prozent Hörverlust. Ich gab dem Herrn Ingenieur zu verstehen, dass wenn er Zweifel an meiner Hörfähigkeit hat, ein Test ggf. gemeinsam mit anderen Hörbehinderten durchgeführt werden kann - in Eisenach gibt es einen Schwerhörigenverein, bei dem ich Mitglied bin. Daraufhin telefonierte er mit Uta (die durch Kopien in den E-Mail-Verkehr eingebunden war). Dabei monierte er, dass die Verantwortlichen nicht genügend Zeit für eine umfassende Einweisung fanden und sich daher nicht mit der Materie auskennen. Er bot an, bei seinem nächsten Besuch in Thüringen die Anlage in Eisenach zu prüfen.

Mitte August schrieb er, dass er am 25. nach Eisenach kommen werde, ob Uta und ich in der Kirche dabei sein könnten? Natürlich konnten wir! Pfarrer Köhler leider nicht, der hatte an dem Tag schon drei andere Termine; es war aber noch Herr Börner von der Kirchengemeinde da. Der Test ging so, dass Herr Börner ins Mikrofon sprach und wir uns an der vom Eingang aus gesehen rechten Bankreihe vorarbeiteten. Die Induktion war zunächst nur schwach zu hören, aber die Lautstärke verbesserte sich je weiter wir nach vorne kamen (hatte da nicht jemand etwas vom hinteren Bereich geschrieben??), gleichmäßig laut in den ersten sieben Reihen, dort sogar in den Bänken auf der linken Seite. Die Lautstärke weiter anzuheben wurde vom Herrn Ingenieur nicht empfohlen, es gäbe dann zu viele Störgeräusche.

Nun können wir nach dem Test festhalten: in der gesamten rechten Bankreihe ist Induktionsempfang möglich, je weiter vorne desto besser (ausgenommen die Stuhlreihen vor den Bänken). Voraussetzung ist natürlich, dass das Mikrofon benutzt wird - bei Einführungen in Veranstaltungen in der Kirche also bitte ggf. den Sprecher darauf hinweisen, er möge das Mikrofon benutzen.

Problematisch ist der Empfang von Musik über die Induktionsanlage, denn dann wird wahrscheinlich eine Tonanlage benutzt, die von den Veranstaltern selbst mitgebracht wird. Danke an die Kirchengemeinde, die an die Barrierefreiheit für Schwerhörige gedacht hat - möge sie Vielen nützen! Nachdem nun klar ist, wo sie funktioniert, wird demnächst auch ein verbessertes Hinweisschild angebracht werden. Nachzutragen wäre noch, dass der Informationsfluss zu den Betroffenen besser gewesen wäre, hätte man den Schwerhörigenverein frühzeitig eingebunden.

Herbert Hirschfelder